Val McDermids neuster Krimistreich
Stell dir vor du kennst die Lösung eines Rätsels, die Wahrheit hinter einem düsteren Geheimnis, aber niemand hört dir zu. Was würdest du tun?
30 Mädchen sind verschwunden und die Polizei soll diesen Fall aufklären. Polizistin Shaz Bowman hat einen Verdacht, doch niemand will ihr glauben. Schließlich ist sie das nächste Mordopfer und jetzt steht das eigene Team im Zugzwang.
Die Britin Val McDermid, die auf der Insel als eine der momentan interessantesten Autorinnen im Spannungsgenre gilt, hat mit „Schlussblende“ eine Krimivorlage geliefert, die vom Hörverlag als 140-minütiges Hörspiel inszeniert und am 16. Oktober veröffentlicht wurde. Sven Stricker führt Regie und setzte für die Umsetzung bekannte Sprecher wie Heikko Deutschmann und Felix von Manteuffel ein.
Dadurch, dass die verschiedenen Charaktere auch von unterschiedlichen Sprechern gesprochen werden, entsteht eine Eigendynamik, allerdings wirkt die Umsetzung stellenweise trotz musikalischer Untermalung kühl, sodass das richtige Krimifeeling nicht ganz aufkommen will. Aber dennoch lässt sich das Hörspiel einfach und flüssig anhören.
Auf Grund der Länge wurde auf Komplexität verzichtet, dennoch lässt die Story inhaltlich keine Wünsche offen und hätte ohne Probleme auch Stoff für mehr als 2 CDs geboten. Das Ende kommt sehr abrupt und liefert so viel Freiraum für Spekulationen, was aber kein Nachteil ist.
Fans des Krimigenres ist „Schlussblende“ nur zu empfehlen. Blumig und ausführlich geschrieben, angenehm umgesetzt und nicht zu zeitintensiv.
Hör einmal in das Hörspiel hinein
Cover: © Der Hörverlag
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