Nevada Tan im Interview - Teil 1
Ihre erste Single "Revolution" ist seit 30. März im Handel erhältlich, ihre erste Tour so gut wie ausverkauft und der Hype nimmt von Woche zu Woche um die sechs Jungs aus Neumünster zu. Nevada Tan zählen zu den wichtigsten Newcomern 2007. Ich habe für euch mit Timo und Linke über ihre Musik und die nahe Zukunft gesprochen.
YLM: In welchem Jahr würdet ihr die Gründung der Band ansiedeln?
Timo: Also ich würde mal sagen 2003, da waren wir noch nicht genau in dieser Konstellation zusammen, aber da waren schon die Grundbausteine da. Da waren schon Timo, David, Linke und Jan zusammen in einer Band, 4/6 sozusagen. Daher würde ich sagen 2003.
Timo: Also schon relativ früh. David spielt schon seit er 6 ist Klavier und Linke auch schon seit Ewigkeiten Gitarre. Das ist bei jedem von uns schon ziemlich früh gewesen.
YLM: Welcher Song eures Albums bedeutet euch persönlich am meisten?
Timo: Ich persönlich finde „Niemand hört dich“ ziemlich gut. Also das ist bei fast allen so, glaub ich. So heißt ja auch unser Album. Und das ist auch so ein typischer Nevada Tan Song. Es geht hauptsächlich ums Mobbing und die Storyline von Nevada Tan und wie man damit umgeht, wenn einen niemand versteht und zuhört. Und das ist auch hauptsächlich das Ding, was wir aussagen wollen. Wie es der Jugend geht, wie man damit umgehen kann und wie man damit nicht umgehen sollte und das ist in dem Beispiel benannt.
YLM: Warum ist "Revolution" als erste Single ausgewählt worden?
Linke: Also der Song zeigt einfach wie wir sind! Der hat erstmal eine Message, die wir hauptsächlich rüberbringen wollen mit unseren Songs. Das sind einfach wird, das ist einfach Nevada Tan. Die Message, der Sound, die ganzen Parts, die da verbunden sind. Die ganzen Elemente, die harten Gitarren, die klassischen Sachen, die schönen Melodien, aber auch diese moderne - HipHop und Scratches. Er ist, um der Welt sich zu offenbaren der Beste.
YLM: Was unterscheidet euch von anderen Bands auf dem aktuellen Musikmarkt?
Timo: Ich würde sagen fast alles. HipHop mit Rock hat so eigentlich noch niemand vermischt. Auch hier gerade im Deutschen Raum, es kommt natürlich auch oft der Vergleich mit Linkin Park, aber da denk ich mir, dass es alleine die Konstellation ausmacht. Wir machen wirklich HipHop mit Rock und die machen Nu Metal mit Crossover und deswegen denke ich, sind wir schon ziemlich einzigartig.
YLM: Wie kamt ihr auf die Idee MC, DJ und Sänger in einer Band zu kombinieren?
Linke: Unser Grundgerüst der Band sind wirklich Timo und David und die kennen sich ja jetzt schon seit 16 Jahren, seit dem Kindergarten. Timo ist mit dem Hamburger HipHop aufgewachsen und David mit Rock, aber auch mit Klassik, er spielt ja auch Klavier. Was entsteht, wenn man einen HipHoper und einen Rocker, der Geigen und Klavier mag, zusammensetzt und diese beiden beste Freunde sind und anfangen Musik zu machen? Dann entsteht wirklich was wie Revolution, das ist ja auch der Inbegriff was unsere Musik ausmacht und ist. Und so ist es auch entstanden, wir haben dann auch Jan kennen gelernt, und dann sind die Scratches und Samples dazu gekommen und dann noch Juri und Frank, so bringt jeder seinen Einfluss rein und so entsteht das dann auch.
YLM: Wie ist es für euch jetzt seine eigene CD in Händen zu halten?
Timo: Gerade für mich textlich ist es so, dass ich zurückblicken kann und die Entwicklung sehe. Da sind Songs drauf von 2003, die sind schon tierisch alt. Revolution ist, glaub ich, 2004 entstanden und so ist es bei jedem Lied. Es gibt neuere und es gibt ältere Lieder. Zum Beispiel „Alles endet hier“ ist textlich gesehen schon tierisch alt oder „So wie du“ auch, da befand man sich eben in dieser Phase und solche Sachen wie „Dein Echo“ sind ziemlich neu. Die haben wir neuerdings geschrieben und es ist schön, wenn man auf das Album zurückblickt, dass man wirklich jede einzelne Erinnerung mit einem Song verknüpfen kann. Das man es sozusagen wiedererlebt, wenn man diesen Song hört.
YLM: Wie entstehen eure Songs? Habt ihr ein Muster nach dem ihr vorgeht?
Timo: Ne, es ist so, dass jeder seine Einflüsse mit reinbringt. Wir haben ein Internetforum und wir haben ja früher auch nicht zusammen gelebt, jetzt ist es ja anders. Zum Beispiel diese LP ist entstanden, dass Linke einen Gitarrenriff hatte und David irgendwas am Klavier gespielt hat und das haben wir dann hochgeladen und da hat dann jeder seine Idee noch dazu gepackt oder seine Meinung dazugeschrieben. Ich hab dann meinetwegen noch einen Text dazu gepostet. So sind manche Songs entstanden, natürlich aber auch viele im Proberaum, aber eben auch viele über das Forum.
YLM: Wie war euer erster Videodreh für euch, es war ja eine ganz neue Erfahrung?
Linke: Das war schon sehr aufregend, allein wenn man schon so einen riesen Stab von Menschen um sich hat. Und diese wirklich auch alles Experten sind auf dem Gebiet was sie machen, die Leute, die das Licht machen und alles Einstellen, und auch der Regisseur Jörn Heitmann – das sind Götter in ihrem Element. Und er ist ja auch schon sehr bekannt, er hat ja auch schon mit Rammstein zusammen gearbeitet, also das war schon eine Erfahrung, die anstrengend war, aber auch super interessant.
YLM: Wie stellt ihr euch die nächsten drei Monate vor?
Timo: Wir hoffen, dass es gut ankommt und die Leute unsere Message verstehen, aufnehmen und widerspiegeln. Wir gehen jetzt natürlich auf Tour und hoffen, dass wir gut die Buden rocken werden, sozusagen. Und dann kommt ja bald unser Album am 20.04. und ich bin gespannt, wie die Leute es annehmen werden.
Wir können stolz sein, da ist nämlich alles drin, wie schon gesagt, von den musikalischen Einflüssen her. „Himmel hilf“ ist ein Deutschrock-Ding über eine Ballade wie „Alles endet hier“ bis „Revolution“ oder „So wie du“, ist irgendwie alles dabei. Mal mehr Rap, mal weniger, mal mehr Gesang, mal mehr Schmalz. So wie man das so fühlt.
YLM: Ihr gewinnt nun Einblicke hinter die Kulissen der Musikwelt, habt ihr sie euch so vorgestellt?
Linke: Man konnte sich einiges vorstellen oder denken. Man lernt aber auch vieles dazu. Wir sind ja jetzt auch im Showbuisness und man sieht wie es jetzt so läuft, gerade wie es bei solchen Shows hinter den Kulissen abgeht, was da vorbereitet wird und wie viele Menschen daran beteiligt sind. Man sieht ja immer nur den Moderator und nicht die 30 Leute, die drum herum stehen und die sich um die Sachen kümmern müssen.
Wie der Alltag in ihrer WG aussieht, wem sie gerne einmal beim Duschen zuschauen würden und was sie von ihren weiblichen Fans halten, erfahrt ihr im zweiten Teil des Nevada Tan Interviews.
Foto: Universal/bravo.de
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