Polanski war von den Reaktionen des Premierenpublikums überwältigt und richtete nach der Show einige persönliche Worte an die Zuschauer: "Ich bin überglücklich und begeistert, die Vampire endlich in Berlin zeigen und sehen zu dürfen. Diese Stadt und vor allem das Theater des Westens sind der beste Spielort für diese Show. Wir hätten viel früher nach Berlin kommen sollen!"
Mit stürmischem Beifall und stehenden Ovationen reagierte das Berliner Premierenpublikum auf die Bühnenversion von Tanz der Vampire.
Hauptdarsteller Thomas Borchert begeisterte als Vampir-Graf von Krolock, Alexander Klaws debütierte in der Rolle des Alfreds, die schon Polanski selbst in der Filmversion von 1976 verkörperte. Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit kam mit Lebenspartner in das Theater des Westens und outete sich als Vampir-Fan: "Tanz der Vampire ist eine starke Inszenierung! Schön, dass die Vampire endlich nach Berlin gekommen sind."
Zum Zittern komisch!
Charismatische Nachtgestalten, bedrohlich blitzende Eckzähne und Blut: Das Musical Tanz der Vampire bleibt den Konventionen des Horror-Genres treu, auch wenn die merkwürdigen Umstände dem Grauen bisweilen den Schrecken nehmen. Der Reiz der Inszenierung von Roman Polanski liegt in der Balance zwischen Schauder und Komik, die schon mehr als 4 Mio. Zuschauer begeisterte. Rockig-gefühlvolle Balladen von Jim Steinman, furiose Tanzszenen und nicht zuletzt die bissigen Texte von Michael Kunze machen das Grusical zu einem wahrhaft schaurig-schönen Vergnügen!
Vampirjägerei und ihre Tücken: Die Geschichte.
Getarnt als Fledermausforscher verfolgt der berühmte Vampirjäger Professor Abronsius mit seinem jungen Assistenten Alfred die Spur der Untoten. In Transsilvanien retten sich die beiden kurz vor dem Erfrieren in das Wirtshaus von Chagal, dessen bezaubernde Tochter Sarah dem etwas unbeholfenen Alfred von nun an schlaflose Nächte bereitet. In der Schenke stoßen die Wissenschaftler nicht nur auf verdächtige Mengen von Knoblauch sondern bald auch auf verräterische Bisswunden. Verantwortlich für die beängstigenden Vorkommnisse im Dorf ist der Vampirgraf von Krolock. Auch er hat eine Schwäche für die schöne Wirtstochter, die betört von seinem dunklen Charme einer Einladung auf sein Schloss folgt.
Abronsius und Alfred nehmen die Verfolgung auf - der eine voller Forscherdrang, der andere voller Sorge um seine Angebetete. Im Reich des Grafen angekommen erwarten sie zwei überaus erfreute Gastgeber:
Von Krolock und sein schwuler Sohn Herbert, den insbesondere Alfreds Eintreffen in Entzückung versetzt. In den nun folgenden 24 Stunden überschlagen sich die Ereignisse, allerdings zu Gunsten der dunklen Kreaturen. Eine Serie von erfolglosen Annäherungs- und Vampirtötungsversuchen findet ihren Höhepunkt auf dem Mitternachtsball im Schloss. Zuletzt verbleibt Professor Abronsius als einzig Sterblicher im Kreis von Untoten - nichts ahnend.
Fotos und Quelle: © Stage Entertainment